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Erbrechtskanzlei Papenmeier

Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht



Pflichtteil und Erfolgshonorar

Kann ich meine Pflichtteilsansprüche gegen ein Erfolgshonorar durchsetzen lassen?
Der Pflichtteilsanspruch und der Pflichtteilsergänzungsanspruch richten sich auf eine Geldforderung. Beide haben den Nachteil, dass Sie als Mandant zunächst Geld investieren müssen, damit Sie am Ende - teilweise Jahre später - das Ihnen zustehende Geld erhalten. Außerdem können sich Pflichtteilsstreitigkeiten in ungeahntem Ausmaß auswachsen. Das führt zu der berechtigten Frage, ob wir ein Erfolgshonorar vereinbaren können, wonach ich einen Teil des Erlöses erhalte und dafür sonst keine Gebühren anfallen.

Ja, das geht. Aber nicht immer. Und nicht einfach. Der Gesetzgeber hat sich entschlossen, die Vereinbarung eines Erfolgshonorars nur mit Einschränkungen zuzulassen.

Welche Voraussetzung besteht für ein Erfolgshonorar?

Ein Erfolgshonorar ist nur zulässig, wenn Sie aufgrund Ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse bei verständiger Betrachtung ohne die Vereinbarung eines Erfolgshonorars von der Rechtsverfolgung abgehalten würden.1 Das ist insbesondere der Fall, wenn der Pflichtteilsanspruch oder Pflichtteilsergänzungsanspruch voraussichtlich relativ hoch ist, so dass ein hohes Kostenrisiko besteht.

Was muss ich trotzdem selbst zahlen?

Die Vereinbarung des Erfolgshonorars entlastet Sie nur von meiner Vergütung. Auslagen, Gerichtskosten und eventuelle Kostenerstattungsansprüche anderer Beteiligter müssen Sie immer selbst zahlen.2 Falls diese Kosten Ihre Möglichkeiten übersteigen, können wir versuchen, einen Prozessfinanzierer von Ihrem Fall zu überzeugen.

Bitte sprechen Sie mich zu den Einzelheiten an!

Ihr

Dr. Thomas Papenmeier
1 § 4a Absatz 1 Satz 1 RVG.
2 § 49b Absatz 2 Satz 2 BRAO.

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Rechtsanwalt und Fachanwalt für Erbrecht Dr. Thomas Papenmeier